Rund um die Themen Milchqualität, Tiergesundheit, Energiemanagement und die wirtschaftliche Zukunft der Milcherzeugung trafen sich am 24. und 25. September über 60 Fachberaterinnen und Fachberater, Tierärztinnen und Tierärzte, Vertreterinnen und Vertreter von Landwirtschaftskammern, Molkereien, Kontrollverbänden sowie weitere Expertinnen und Experten aus dem deutschsprachigen Raum zur 18. AFEMA-Hofberatertagung im in Mattsee. Die traditionelle Fachtagung der AFEMA bot erneut eine zentrale Plattform für Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch und Vernetzung in der landwirtschaftlichen Beratung
Im Mittelpunkt des ersten Veranstaltungstages standen aktuelle Fragestellungen rund um die Energieversorgung und die Eutergesundheit. Mit den Referenten Ing. Christoph Wolfersberger und Mag. Thomas Loibnegger wurden Möglichkeiten der Notstromversorgung auf Milchviehbetrieben ebenso diskutiert wie Konzepte für ein intelligentes Energiemanagement, das den wachsenden Einsatz von Photovoltaik, Speicherlösungen und modernen Stalltechnologien berücksichtigt. In seinem Vortrag stellte Ing. Martin Gehringer die vielfältigen Möglichkeiten zum Management der Eutergesundheit im LKV-Herdenmanager vor. Dr. Gottfried Schober beschäftigte sich mit den aktuellen Entwicklungen in der bakteriologischen Milchprobenuntersuchung.
Der zweite Tag widmete sich insbesondere technischen Innovationen und der praktischen Beratung am Betrieb. Carina Nagl präsentierte neue Entwicklungen im Bereich der Melk- und Sensortechnik. Die Interpretation von Kuhsignalen zur Verbesserung von Tiergesundheit und Tierwohl sowie Erfahrungen aus dem Beratungsalltag standen bei DI Wolfgang Müller im Fokus. Michael Pichler berichtete über seinen Arbeitsalltag und die Herausforderungen in der Hofberatung in Südtirol. Den Abschluss machte Mag. Georg Lehner mit seinem Referat über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen am Milchmarkt.
Ein besonderer Stellenwert kam dem persönlichen Austausch zu. Während der gesamten Tagung nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, sich an Informations- und Beratungsständen über neue Produkte, Dienstleistungen und Forschungsergebnisse zu informieren sowie Erfahrungen aus der täglichen Beratungspraxis auszutauschen.
Im Rahmen der abschließenden Zusammenfassung zogen Dr. Ulrike Sorge und Dr. Marco Horn eine positive Bilanz der Veranstaltung. Die hohe Qualität der Fachbeiträge, die intensive Diskussion aktueller Herausforderungen und die starke Beteiligung der Fachberaterinnen und Fachberater hätten einmal mehr gezeigt, welche Bedeutung die AFEMA-Hofberatertagung für die Weiterentwicklung der Beratung im Milchsektor besitzt.
Weitere Informationen zur AFEMA und die Unterlagen zur Tagung sind auf der Webseite http://www.afema.eu zu finden.
Am 17. und 18.03.2027 findet die 7. Wissenschaftliche Tagung der AFEMA in Poing statt, zu der die AFEMA alle Interessierten herzlich einlädt!
Was ist die AFEMA?
Seit 30 Jahren vernetzt die Arbeitsgruppe zur Förderung der Eutergesundheit und Milchqualität in den Alpenländern e.V. (AFEMA) Akteur:innen entlang der Wertschöpfungskette Milch in den Alpenländern. Der Vereinszweck der AFEMA ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der Milchproduktion und der Milchhygiene und die praktische Nutzung der Erkenntnisse in den europäischen Alpenländern. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen und die Vermittlung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse an interessierte Kreise.
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Marco Horn eh
(Geschäftsführer)
| (C) Ivan Sterk: Über 60 Teilnehmer:innen aus Österreich, Deutschland und Italien nahmen an der 18. AFEMA Hofberatertagung teil |
| (C) Ivan Sterk: Ing. Christoph Wolfesberger | (C) Ivan Sterk: Mag. Thomas Loibnegger | (C) Ivan Sterk: Ing. Martin Gehringer | ||
| (C) Ivan Sterk: Dr. Gottfried Schoder | (C) Afema: Carina Nagl | (C) Afema: DI Wolfgang Müller | ||
| (C) Afema: Michael Pichler | (C) Afema: Mag. Georg Lehner |
| (C) Ivan Sterk: Der AFEMA Vorstand |
Oktober 2026
Die AFEMA-Arbeitsgruppe Qualitätsuntersuchung in Rohmilch tagte wie vergangenes Jahr zusammen mit den Laborleitern der Prüflabore aus verschiedenen deutschen Bundesländern. Dieses Jahr hatte Dr. Monika Brandt, Geschäftsführerin des Landeskontrollverbandes Schleswig-Holstein, alle Teilnehmer nach Kiel eingeladen.
Zum Tagungsbeginn stellte Dr. Monika Brandt den LKV Schleswig-Holstein vor, der mit 129 Jahren eines der ältesten LKVs Deutschlands ist. Es werden insgesamt ca. 4,3 Mio. Proben jährlich untersucht, mit ca. 85 % aus der Milchleistungsprüfung. Neu ist der Zusammenschluss mit dem LKV Mecklenburg-Vorpommern (Güstrow) durch Gründung der MILAN GmbH (Milch Analytik GmbH), die zukünftig ein gemeinsames, zentrales Milchlabor am Kieler Standort betreibt.
Nach einer Vorstellungsrunde der Teilnehmer berichtete Dr. Alexandra Beckman vom Max-Rubner-Institut Kiel über den aktuellen Stand zur Aktualisierung des Umrechnungsverfahrens von 1998/1999 zur Bestimmung der Gesamtkeimzahl in Rohmilch. Die neuesten Untersuchungsgeräte von Foss, BactoScan 5 und Bentley, BactoCount IBC 3.0 machen eine Überarbeitung erforderlich, um auch zukünftig vergleichbare Ergebnisse zwischen den verschiedenen Gerätegenerationen der beiden Hersteller zu gewährleisten.
Passend zum Thema stellte Erik Bleeck, Foss den neu entwickelten BactoScan 5 mit seinen Verbesserungen und Vorteilen anhand einer Präsentation vor. So wurde die Messgeschwindigkeit erhöht und die Handhabung für den Bediener optimiert.
In der folgenden offenen Fragerunde wurde das Thema Hemmstoffanalytik in Hinblick auf das geltende Milchproduktrecht diskutiert. Hierzu nahm als teilnehmender Gast Herr Patrick Liebe vom deutschen Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) Stellung.
Der nächste Punkt auf der Tagungsordnung war der aktuelle Stand zum Positionspapier der Verbändeallianz DAkkS. Frau Ester Wurm vom Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) brachte die Teilnehmer auf den neuesten Stand. Eine Allianz bestehend aus 39 Wirtschafts-, Handels-, Agrar-, Prüf- und Laborverbänden in Deutschland kritisierte in einem Positionspapier die langen Akkreditierungsverfahren, hohen Gebühren und zunehmende Bürokratie bei der deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS).
Im folgenden Tagesordnungspunkt berichtete Thomas Hauck (MPR Bayern) von der IDF/ISO Analytical Week 2026, die Anfang Mai 2026 in Bern stattgefunden hat. Themenschwerpunkt war unter anderem die Entwicklung von Standards zum Einsatz smarter Laborsysteme und die Herstellung einer neuen Charge ERM-Zellstandards („Goldener Zellstandard“).
Aktuelles zur Hemmstoffuntersuchung in Österreich war das nächste Thema auf der Tagesordnung. Michaela Masanz, AMA stellte die aktuellen Entwicklungen bei der Hemmstoffuntersuchung vor, seit Juli 2025 werden der BRT hi-sense und der Delvotest T in Österreich eingesetzt, um weitere Wirkstoffe auf MRL-Niveau nachweisen zu können. Da sich die verwendeten Konservierungsmittel negativ auf die Gefrierpunktsanalyse und Hemmstoffuntersuchung auswirken, wurden Studien zur Reduktion des Konservierungsmittels bzw. Alternativen durchgeführt.
Der zweite Sitzungstag begann nach Eröffnung durch Frau Ittershagen. Als zusätzliche Gäste wurden Karsten Schmal (VDM-Präsident) und Laurence Rycken (Director General IDF) begrüßt und vorgestellt. Im Verlauf der Laborführung durch Dr. Monika Brandt und Dr. Julia Tetens (LKV SH) wurden die Umbaumaßnahmen und Umstrukturierung des jetzigen MILAN GmbH-Labors vorgestellt. Neben der regulären Milchanalyse werden Proben auch für die Tierseuchenvorsorge, Mastitis-Diagnostik sowie Trächtigkeitsuntersuchungen bearbeitet.
Im weiteren Verlauf stellte Katja Ittershagen das IDF-Papier zur Interpretation der Zellzahlanalytik bei Ziegenmilch vor. International bestehen dabei deutliche Unterschiede hinsichtlich Bezahlkriterien und Grenzwerten.
Der letzte Punkt der Tagesordnung waren Neuigkeiten zur Geräte- und Untersuchungstechnik, Methoden und Software.
Alle Teilnehmer stimmen zu, dass es wieder eine gemeinsame Tagung geben sollte, daher wird es im Mai/Juni 2027 ein nächstes deutsches Laborleitertreffen geben, das Qualitätslabor Oberösterreich in Ried im Innkreis lädt dazu ein.
Bild-Quelle: VDM
Verfasser: Thomas Hauck, Arbeitsgruppenleiter AFEMA-Qualitätsuntersuchung in Rohmilch
September 2026
Von 24.09. - 25.09.2026 veranstaltet die AFEMA die 18. Hofberatertagung im Schlosshotel Iglhauser in Mattsee. Das Programm beinhaltet spannende Themen von Tiergesundheit, über technische Innovationen bei Melktechnik und Energiemanagement bis hin zu aktuellem Herausforerungen am Milchmarkt.
Weitere Informationen zum Programm können Sie hier nachlesen. Eine Anmeldung ist bis zum 18. September über diesen Link möglich.
Fragen und Anregungen zur Tagung werden gerne unter info@afema.eu entgegengenommen.
Juni 2026
Im Rahmen der Wissenschaftlichen Tagung 2026 zeichnete die AFEMA Dr. Hans-Jürgen Seufferlein mit der Mag. Karl Buchrucker-Medaille aus.
Dr. Seufferlein widmete sein Engagement über Jahrzehnte der bayerischen Milchwirtschaft. Im Frankenland aufgewachsen, promovierte er 1992 an der Technischen Universität München. Bereits da war klar, dass die Kuh und alles, was damit zu tun hat, der Fokus seines Lebens werden würde. Er war bei der Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Rinderzüchter e.V. für Werbung Absatzförderung zuständig und Redakteur der Zeitschrift Fleckvieh. Seit 1997 war er Geschäftsführer des Verbands der Milcherzeuger Bayern e.V. und war zeitweise auch Milchreferent des bayerischen Bauernverbandes. Ab 1997 war er auch zeitweise Geschäftsführer des Bayerischen Milchförderfonds. Wenn man seine Weggefährten über ihn befragt, dann stellt sich schnell heraus, wie sehr er für sein Wissen geschätzt wird. Er ist immer auf dem neuesten Stand was die Entwicklungen rund um die Land- und Milchwirtschaft angeht und war daher für viele milchwirtschaftliche Organisationen und auch die AFEMA ein hochgeschätzter Experte und Referent. Er ist in seiner Laufbahn keiner Diskussion aus dem Weg gegangen. Immer mit klarer Meinung und mit Blick auf die Zukunft der Bauernfamilien. So war er für Bauernfamilien in Notlagen durch Krankheiten im Stall die letzten Jahrzehnte ein sicherer Unterstützer.
Die AFEMA dankt Dr. Seufferlein für sein Jahrzehnte langes Engagement für die alpenländische Milchwirtschaft und wünscht Ihm alles Gute für die Zukunft!
Juni 2026
Am 18. und 19. März 2026 veranstaltete die Arbeitsgruppe zur Förderung der Eutergesundheit und Milchqualität in den Alpenländern (AFEMA) ihre sechste Wissenschaftliche Tagung. Fast 60 Teilnehmer:innen aus Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz trafen sich am Sitz des Tiergesundheitsdienstes Bayern e.V. in Poing.
Der Mittwochnachmittag stand im Zeichen des informellen Austausches. Dr. Hans-Jürgen Seufferlein begann den Nachmittag mit einem aktuellen Blick auf das turbulente Geschehen auf den Milchmärkten. Im Anschluss daran präsentierte Dr. Florian Grandl das LKV Bayern und dessen Programme Pro Gesund und Qcheck. Dr. Jan Harms stellte den geplanten Rinderforschungsstall in Grub und die in der Konzeption bereits berücksichtigten Forschungsfragen vor. Den Abschluss machte die Vorführung des Films „World Without Cows“ durch Dr. Lilian Weber, Alltech. Die Teilnehmer:innen nutzten die Gelegenheit zur ausgiebigen Diskussion aktueller Themen und das gemeinsame Abendessen lud zum grenzübergreifenden Austausch und Netzwerken ein.
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen neuester wissenschaftlicher Entwicklungen in den Bereichen Milchqualität und Tiergesundheit. Key-Note-Speakerin PD Dr. Carola Sauter-Louis vom Friedrich-Löffler-Institut gab einen aktuellen Überblick über Tierseuchen in der EU und deren Bekämpfung. Besonderes Augenmerk legte Sie auf die Maul- und Klauenseuche. Die rasche Kontrolle der Ausbrüche 2025 zeigt, dass das Krisenmanagement gut funktioniert hat. Sie wies aber auch darauf hin, dass wegen zunehmender globaler Waren- und Personenströme einerseits, sowie des Aufkommens neuer Vektoren durch den Klimawandel andererseits, das Risiko der Einschleppung und Verbreitung von Tierseuchen in Europa hoch bleibt. Die zweite Key-Note wurde von Prof. Dr. Peter Roth von der Veterinärmedizinischen Universität Wien gehalten. Seine Frage an das Publikum lautete: KI und Tiergesundheit – Kurzfristiger Hype oder echte Revolution? Er erläuterte sehr anschaulich die Entwicklung und Funktionsweise der künstlichen Intelligenz und leitete daraus ihre Stärken und Schwächen ab. Seiner Meinung nach wird es immer einen gut ausgebildeten Menschen zur Diagnose am Tier brauchen. Künstliche Intelligenz kann aber dabei unterstützen Daten zu sammeln und aufzubereiten. Neben den beiden Key-Notes rundeten neun weitere Referate zu aktuellen Forschungsthemen das abwechslungsreiche Programm ab.
Da die Förderung junger Wissenschaftler:innen der AFEMA ein besonderes Anliegen ist, bewertete eine Fachjury die Beiträge des wissenschaftlichen Nachwuchses. Der von De Laval gestiftete Preis für Jungwissenschaftler:innen ging an Alicia Pichlmeier von der Ludwig-Maximilians-Universität München für ihren Beitrag „Genocell – innovative Methode zur Einzeltierzellzahlbestimmung aus der Tankmilch“.
Weitere Informationen und die Unterlagen zur Wissenschaftlichen Tagung 2026 sind auf der Webseite der AFEMA zu finden: www.afema-ev.de
Die nächste AFEMA-Veranstaltung ist die 18. AFEMA-Hofberatertagung. Diese findet am 24. und 25. September 2026 im Schlosshotel Iglhauser in Mattsee statt.
Was ist die AFEMA?
Seit über 30 Jahren vernetzt die Arbeitsgruppe zur Förderung der Eutergesundheit und Milchqualität in den Alpenländern e.V. (AFEMA) Akteur:innen entlang der Wertschöpfungskette Milch in den Alpenländern. Der Vereinszweck der AFEMA ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der Milchproduktion und der Milchhygiene und die praktische Nutzung der Erkenntnisse in den europäischen Alpenländern. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen und die Vermittlung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse an interessierte Kreise.
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Marco Horn eh
(Geschäftsführer)
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Dr. Ulrike Sorge eröffnet die 6. Wissenschaftliche Tagung der AFEMA |
Gruppenfoto der Referenten des ersten Tagungstages, v.l. Dr. Florian Grandl, Dr. Ulrike Sorge, Dr. Hans-Jürgen Seufferlein, Dr. Lilian Weber, Dr. Jan Harms | |
| Großes Interesse am Vortrag von PD Dr. Carola Sauter-Louis zum Thema Tierseuchen in der EU | Das abwechslungsreiche Programm lud zur ausgiebigen Diskussion der Vorträge ein | |
| Prof. Dr. Peter Roth erläutert die Entstehungsgeschichte der künstlichen Intelligenz | Alicia Pichlmeier gewann den Preis für Nachwuchswissenschaftler, v.l. Dr. Johanna Bausch, Alicia Pichlmeier, Dr. Ulrike Sorge, Dr. Marco Horn | |
| Gruppenfoto des zweiten Tagungstages |
März 2026
Bereits zum 17. Mal fand am 25. und 26. September die AFEMA Hofberatertagung in Mattsee statt. Hofberater:innen kommt in der Wertschöpfungskette der alpinen Milchproduktion eine entscheidende Rolle zu. Täglich beraten Sie Milcherzeugerinnen und Milcherzeuger zu Fragen der Milchqualität, Qualitätssicherung und Produktionstechnik. 68 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich, Deutschland und Italien nutzten die Möglichkeit sich weiter zu bilden und zu aktuellen Themen grenzübergreifend auszutauschen.
Der erste Vortragsblock am Donnerstag stand im Zeichen der Technik. Herdenmanagementberater Matthias Maier stellte neueste Innovationen in den Bereichen Melk- und Sensortechnik der Firma De Laval vor. Anhand des Tagesablaufes des fiktiven Landwirts Hermann erläuterte er wie Sensor- und Kameratechnik bei der Tierbeobachtung unterstützen, In-Line-Messungen von Progesteron und Zellzahl Hinweise zu Fruchtbarkeits- und Eutergesundheitsstatus geben und mit milchflussgesteuertem Vakuum schneller und schonender gemolken werden kann. Um die Themen Melken und Eutergesundheit drehte sich auch der Beitrag des bayrischen Melkberaters Anton Huber. Seiner Erfahrung nach sind Technik, Melkarbeit, Haltungsbedingungen und Futterhygiene die wichtigsten Einflussfaktoren bzw. Fehlerquellen für die Eutergesundheit. Wie die LKV-App die wichtigsten Funktionen eines modernen Herdenmanagementprogramms bedienerfreundlich für das Smartphone bereit stellt erläuterte Ing. Franz-Josef Auer MSc. Der RDV arbeitet zudem mit namhaften internationalen Partnern daran, standardisierte Schnittstellen für den Datenaustausch verschiedenster Anbieter zu schaffen. Der zweite Teil des Nachmittages drehte sich um das Thema Milchabsatz. DI Matthias Fröschl von der AMA Marketing zog ein Fazit über das erste Jahr des Moduls Tierhaltung Plus. Die detaillierte Auswertung der Kontrollergebnisse zeigte eine bereits gute Umsetzung des neuen Moduls in der breiten Praxis, gab aber auch wertvolle Hinweise in welchen Bereichen es noch zusätzliche Beratungsanstrengungen braucht. Abschließend erläuterte Mag. Alfred Berger die Chancen und Risiken auf Exportmärkten aus Sicht der NÖM AG. Aufgrund der höheren Kaufkraft ist vor allem der europäische Binnenmarkt interessant, wobei heimische Produkte mit Qualität, Sicherheit, Vielfalt und Innovationskraft punkten. Der grenzübergreifende Austausch wurde bei einem gemeinsamen Abendessen fortgesetzt.
Der Freitag widmete sich ganz dem Thema Tiergesundheit. Dr. Christian Fürst zeigte auf welchen Beitrag die Zucht leisten kann um die Tiergesundheit langfristig zu verbessern. Auch wenn in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte im Merkmalsbereich Fitness erzielt werden konnten, plädierte er für eine weitere Verbesserung der Leistungsprüfung und höheren Teilnahme am Tiergesundheitsmonitoring. Dr. Ulrike Sorge präsentierte die Erfolgsfaktoren für gute Eutergesundheit auf bayrischen Milchviehbetrieben. Saubere Kühe, konsequente Boxenpflege und Vermeidung von Überbelegung wurden als wichtige Stellschrauben bestätigt. Im Beitrag von Dr. Judit Euler stand die Klauengesundheit im Fokus. Sie gab wertvolle Tipps wie Klauengesundheit durch Managementmaßnahmen und korrekte Klauenpflege erhalten und gefördert werden kann. Abschließend stellte Prof. Johannes Lorenz Khol Biosicherheitsmaßnahmen für Milchviehbetriebe vor. Er zeigte eine Vielzahl sehr einfach umzusetzender Maßnahmen auf, deren Wirksamkeit aber von der konsequenten Umsetzung am Betrieb abhängt.
Weitere Informationen zur AFEMA und die Unterlagen zur Tagung sind auf der Webseite http://www.afema.eu zu finden.
Am 18. und 19.03.2026 findet die 6. Wissenschaftliche Tagung der AFEMA in Poing statt, zu der die AFEMA alle Interessierten herzlich einlädt!
Was ist die AFEMA?
Seit 30 Jahren vernetzt die Arbeitsgruppe zur Förderung der Eutergesundheit und Milchqualität in den Alpenländern e.V. (AFEMA) Akteur:innen entlang der Wertschöpfungskette Milch in den Alpenländern. Der Vereinszweck der AFEMA ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der Milchproduktion und der Milchhygiene und die praktische Nutzung der Erkenntnisse in den europäischen Alpenländern. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen und die Vermittlung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse an interessierte Kreise.
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Marco Horn eh
(Geschäftsführer)
| (C) Ivan Sterk: Über 60 Teilnehmer:innen aus Österreich, Deutschland und Italien nahmen an der 17. AFEMA Hofberatertagung teil |
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(C) Ivan Sterk: Matthias Maier |
(C) Ivan Sterk: Anton Huber |
(C) Ivan Sterk: Ing. Franz-Josef Auer MSc |
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(C) Ivan Sterk: DI Matthias Fröschl |
(C) Ivan Sterk: Mag. Alfred Berger |
(C) Ivan Sterk: Dr. Christian Fürst |
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(C) Ivan Sterk: Dr. Ulrike Sorge |
(C) Ivan Sterk: Dr. Judit Euler |
(C) Ivan Sterk: Prof. Johannes Lorenz Khol |
| (C) Ivan Sterk: Der AFEMA Vorstand |
Oktober 2025
Am 19. und 20. März 2025 lud die Arbeitsgruppe zur Förderung der Eutergesundheit und Milchqualität in den Alpenländern (AFEMA) zur Wissenschaftlichen Tagung nach Poing. Am Sitz des Tiergesundheitsdienstes Bayern e.V. trafen sich Teilnehmer:innen aus Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz und tauschten sich zu aktuellen Themen der alpenländischen Milchwirtschaft, sowie zu neuesten Forschungsergebnissen in den Bereichen Tiergesundheit, Milchqualität und Lebensmittelsicherheit aus.
Der Mittwochnachmittag stand im Zeichen des informellen Austausches und begann mit brandaktuellen Themen der Tiergesundheit, wie der auf Rinder und Menschen übergesprungenen Variante der Vogelgrippe in den USA oder das Blauzungenvirus in Europa. Im Anschluss daran standen die aktuelle Konstellation am Milchmarkt sowie die Strategie der neuen EU-Kommission für die europäische Landwirtschaft im Fokus. Die Teilnehmer:innen nutzten die Gelegenheit zur ausgiebigen Diskussion aktueller Themen und auch das gemeinsame Abendessen lud zum grenzübergreifenden Austausch und Netzwerken ein.
Der Donnerstag bot mit einem abwechslungsreichen Mix aus renommierten Key-Note-Speakern und jungen Wissenschaftler:innen ein sehr abwechslungsreiches wissenschaftliches Programm. PD Dr. Bernd-Alois Tenhagen vom Bundesinstitut für Risikoforschung in Berlin beleuchtete die Entwicklung der Antibiotika Resistenzen aus der One-Health Perspektive. Er berichtete über das Spannungsfeld des Einsatzes ähnlicher Antibiotika bei Mensch und Tier, sowie des Austausches zwischen Bakterien und Resistenzen zwischen Mensch, Tier und Umwelt. Es war ein spannender Einblick in die Fortschritte und Herausforderungen bei Monitoring und Eindämmung von Antibiotikaresistenzen.
Der zweite Key-Note-Speaker war PD Dr. Michael Iwersen vom Institut für Bestandsbetreuung der VetMed Uni Wien. In seinem Vortrag mit dem Titel „Krankheiten mittels Sensortechnik und KI rascher erkennen“ berichtete er über den rasanten Fortschritt auf dem Gebiet der technischen und digitalen Überwachung der Tiergesundheit. Er machte auf die Problematik der oft fehlenden wissenschaftlichen Evaluierung am Markt befindlicher Systeme zur Überwachung der Tiergesundheit aufmerksam und stellte wissenschaftliche Ergebnisse zur Überprüfung von Sensitivität und Spezifität der Sensortechnik vor.
Der dritte Key-Note-Speaker war Prof. Dr. Martin Wagner von der VetMed Uni Wien. Er gab spannende Einblicke in das relativ neue Forschungsfeld der Mikrobiomforschung und deren Potentiale für Qualität und Sicherheit von Milchprodukten. Die detaillierte Kenntnis der genetischen Eigenschaften der an der Milchverarbeitung beteiligten Mikroorganismen kann nicht nur dabei helfen die Prozesse noch besser zu verstehen und zu steuern, sondern sie auch noch sicherer zu gestalten.
Da die Förderung junger Wissenschaftler:Innen der AFEMA ein besonderes Anliegen ist, bewertete eine Fachjury die Beiträge des wissenschaftliche Nachwuchses. Der von DeLaval gestiftete Preis für Jungwissenschaftler:innen ging an DI Thomas Peham von der BOKU Wien für seinen Beitrag „Betriebliche, reinigungstechnische und saisonale Unterschiede des Zitzenhautmikrobioms mit Fokus auf Clostridiacieae“.
Weitere Informationen und die Unterlagen zur Wissenschaftlichen Tagung 2025 sind auf der Webseite der AFEMA zu finden: www.afema-ev.de
Die nächste AFEMA-Veranstaltung ist die 17. AFEMA-Hofberatertagung. Diese findet am 25. und 26. September 2025 im Schlosshotel Iglhauser in Mattsee statt.
Was ist die AFEMA?
Seit über 30 Jahren vernetzt die Arbeitsgruppe zur Förderung der Eutergesundheit und Milchqualität in den Alpenländern e.V. (AFEMA) Akteur:innen entlang der Wertschöpfungskette Milch in den Alpenländern. Der Vereinszweck der AFEMA ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der Milchproduktion und der Milchhygiene und die praktische Nutzung der Erkenntnisse in den europäischen Alpenländern. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen und die Vermittlung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse an interessierte Kreise.
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Marco Horn eh
(Geschäftsführer)
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März 2025
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